Rainer Jacob

Geb. 1970 in Jena/Thüringen. 1986 – 1987 künstlerische Abendschule bei Einhard Hopfe, Jena. 1990 – 1993 Steinbildhauerausbildung in Dresden. 1990 – 1992 Abendschule Malerei/ Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1994 Umzug nach Fischerhude bei Bremen, seitdem freischaffend tätig. 1997 – 1998 Organisation und Beteiligung am 1. und 2. Fischerhuder Bildhauermarathon. 2000 – 2001 Dozent an der Kunstschule in Achim bei Bremen. 2001 Umzug nach Jena. 2003 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler Thüringen, Mitglied von Sculpture Network und dem BBK Leipzig. 2011 Umzug nach Leipzig. 2012 »European Sculpture«, Kunsthalle Edsvik, Stockholm (Beteiligung). 2013 3. Preis des BothoGräfKunstpreises der Stadt Jena. 2014 Malereisymposium in Most/ Tschechische Republik (Katalog), seitdem jährliche Teilnahme an Ausstellungen, Bildhauersymposien in Holz und Stein und an Kunstmessen u.a. in Berlin, Erfurt, Frankfurt (Main), Köln. 2019 erster Preis »Art Figura«, Schwarzenberg.

Rainer Jacob (geb. 1970) »QR-Code«, Temporäre Plastik

»QR-Code«, Temporäre Plastik zur Vernissage
/// Temporary plastic during opening, Eis auf Styropor /// Ice on polystyrene,
85 x 85 cm, Außenbereich des Museums /// Exterior of the museum,
© http://www.bildhauer-rainer-jacob.de/wand.html

»Above«, 2016
Fotografie auf Alu-Dibond /// Photography on Alu-Dibond,
75 x 125 cm, Besitz des Künstlers /// The artists property, Leipzig

Erstmals fixierte Rainer Jacob den QR-Code aus Eiswürfeln vor zwei Jahren an einer Mauerecke der Leipziger Sachsenbrücke. Die zum Aufenthalt bei Einwohnern und Gästen sehr geschätzte Brücke büßt selbst bei sinkenden Temperaturen kaum an Anziehungskraft ein. Dennoch stehen hier in digitaler Verschlüsselung die Worte »kalt hier drin!«. Zwei erkennbare Fußabdrücke innerhalb des Codes machen eine Dechiffrierung desselben allerdings unmöglich. Unverkennbar spielt Rainer Jacob hier auf die kalte, seelenlose Welt des Digitalen an. Über den Code gelegte Fußabdrücke symbolisieren demzufolge menschliche Wärme, die trotz vieler Vorteile heutiger Digitalisierung zu schwinden droht. Vereinzelung des Menschen vor Spielkonsolen, Computern oder Handys versus reale menschliche Begegnungen im öffentlichen Raum.

Text: Dr. Barbara Röhner

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