Jannine Koch

Geb. 1981 in Cottbus. 2001/02 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Griechischen Philologie an der Universität Leipzig, daselbst 2002/03 Studium auf Lehramt in den Fächern Kunst und Englisch. 2003 – 2009 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (HGB) bei Sighard Gille und Annette Schröter, 2009 – 2012 deren Meisterschülerin. 2006/07 Erasmusstipendium an der Kunsthochschule Villa Arson in Nizza/Frankreich. 2011 Stipendium an der SVA School of Visual Arts in New York City/USA. 2012 Übersiedlung nach Gelsenkirchen. Artist in residence Druckwerkstatt Schloß Wolfsburg (2015) und Künstlerhaus Hohenossig (2016). Seit 2019 Lehrauftrag für Lithographie an der Universität Duisburg-Essen. Lebt und arbeitet in Gelsenkirchen.

Jannine Koch - Präventivschlag, unbemannt

»Präventivschlag, unbemannt /// Preemptive strike« , 2014,
Mischtechnik auf Leinwand /// Mixed technique on canvas
Besitz der Künstlerin, Düsseldorf
/// The artists property, Düsseldorf

»Bereits seit meinem Studium weisen meine Arbeiten auf Leinwand einen starken Bezug zum tagespolitischen und gesellschaftlichen Geschehen auf. Die großen Zusammenhänge und Veränderungen der letzten Jahre wie z. B. die zunehmende Digitalisierung und Überwachung, aber auch militärische Auseinandersetzungen sowie die Folgen von Globalisierung beschäftigen mich sehr und sind Motor fast aller Bilder.« (J. Koch) Das ausgestellte Werk »Präventivschlag, unbemannt« (2014), aber auch Titel wie «Anonymous killing« (2017) oder «laws and targets« (2019) weisen den Krieg als ein zentrales Thema von Jannine Koch aus. Damit stehen diese Arbeiten in einer reichen bildkünstlerischen Traditionslinie neben Werken u.a. von Jacques Callot, Francisco de Goya, Otto Dix, George Grosz, Bernhard Heisig oder – ebenfalls in dieser Ausstellung – Gerhard Kurt Müller. Einerseits ist ihr Erscheinungsbild diesen gegenüber völlig andersartig, andererseits aber dem heutigen Betrachter bereits erschreckend vertraut. Sie gleichen jenen Momentaufnahmen der modernen Kriegsführung, die uns immer häufiger über die Medien vor allem aus dem Nahen Osten übermittelt werden.

Text: Dr. Dietulf Sander

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