Gerhard Kurt Müller

Leipzig-Probstheida 1926 – 2019 Leipzig. 1941 Lehre als Tiefdruckretuscheur. Erste künstlerische Anregungen, Mitglied des Leipziger Kunstvereins. 1943 – 1945 Militärdienst; bis 1948 Kriegsgefangenschaft in Frankreich. 1948 – 1952 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei Elisabeth Voigt und Kurt Massloff. 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands. 1954 -1968 Dozent und Leiter der Klasse für Grafik und Illustration an der HGB; 1961 Professur; 1964 – 1966 Rektor. Seither freischaffend. 1973 entstehen erste Holzplastiken. 1974 Bekanntschaft mit der Malerin und Graphikerin Petra Flemming. 1976 erste Einzelausstellung in Leipzig und Schwerin. 1981 – 1985 mit Petra Flemming (gest. 1988) in Friedersdorf bei Erfurt ansässig. 1990 Bekanntschaft mit Ilse Stein, seiner Lebensgefährtin. 2004 Gründung der Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung in Leipzig.

Gerhard Kurt Müller (1926 – 2019)
»Gasmaske mit englischem Helm /// Gasmask and english helmet«, 1976
Holz gebeizt auf Metallsockel /// Wood stained on metal base, 28 x 63 x 28 cm,  Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung, Leipzig /// Gerhard-Kurt-Müller-Foundation, Leipzig

Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 gilt als »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« (George F. Kennan), er veränderte die politische Landkarte nicht nur Europas, er war der Nährboden für den aufkommenden Faschismus und Vorläufer des Zweiten Weltkrieges. Zu seiner Bilanz gehören neben ca. 10 Millionen toter bzw. ca. 20 Millionen verletzter Soldaten und ca. 6 Millionen ziviler Opfer, unfassbaren materiellen und kulturellen Zerstörungen auch grundlegende Umwälzungen des alltäglichen und gesellschaftlichen Lebens während des Krieges und vor allem nach Kriegsende.

Text: Dr. Dietulf Sander

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