Frank Schult

Geb. 1948 in Ilmenau/Thüringen. 1968 Facharbeiterabschluss als Kaufmann. 1972 – 1977 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, ab 1974 in der Fachklasse Malerei bei Bernhard Heisig. 1981 – 1985 Meisterschüler bei Willi Sitte. 1985 Ausreiseantrag und 1988 Übersiedlung in die BRD. 1990 Umzug nach Celle, ab 1991 freischaffend tätig; vertreten in der Ausstellung »Ausgebürgert aus der DDR« in Dresden. 1991 Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1993 – 1995 Lehrauftrag an der Fachhochschule in Hamburg. 1996 Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2018 Ausstellung »Frank Schult. Welt« im Kunstmuseum Celle. 2019 »Artist in Residence« Galerie Herold Contemporary, Kampen/Sylt.

 Frank Schult »Glaukos – KI«, 2018

»Glaukos – KI«, 2018,
Öl auf Leinwand /// Oil on canvas, 
190 x 170 cm, Besitz des Künstlers
/// The artists property, Celle

Die Gemälde von Frank Schult konfrontieren den Betrachter mit einer Fülle von erkenn- und interpretierbaren Motiven in nahezu absurder Kombination, aus der sich scheinbar keine einheitliche Handlung oder ein konkretes Thema entwickelt. Mit schnellem Pinselstrich auf der Malfläche niedergeschrieben, erscheint einiges sicher gesetzt, anderes scheint sich immer wieder zu verändern, wegzugleiten oder aufzutauchen. Farbflächen stabilisieren und strukturieren, binden alles kraftvoll zu einer in sich geschlossenen Bildeinheit zusammen, in der die Erregung des Malgestus pulsiert. Schults Werke zeichnen sich durch einen hohen gedanklichen Anspruch im Aufgreifen uralter Mythen und Zeichen aus. Sie werden aktiviert, um sich mit existentiellen Lebensfragen der Menschheit auseinanderzusetzen.

Text: Dr. Dietulf Sander

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