Christiane Budig

Geb. 1969 in Luckenwalde. 1994-1996 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale), Burg Giebichenstein im Fachbereich Glas/ Keramik/ Design. 1996-2002 Kunststudium im Fachbereich Glas, Malerei, Grafik an der HfDK Halle mit Diplom der Bildenden Künste. Seit 2002 freischaffend in Halle tätig, Mitglied im BBK Sachsen-Anhalt e.V. 2003 1.Preisträgerin des internationalen Glaskunstpreises Jutta Cuny- Franz- Award und 1.Preis Gestaltungswettbewerb in Zorbau. 2004-2006 Lehrauftrag für Malerei/ Grafik an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg im FB Grundschulpädagogik. 2005 Stipendiatin der Elbe-Saale Sparkasse in Bernburg. 2006 Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen Anhalt und Artlecture zur Glas Art Society, St. Louis (USA). 2006-2008 Studium der Kunsttherapie an der Hochschule der Bildenden Künste Dresden. 2018 Preisträgerin des Halleschen Kunstpreises.

Ausstellungen u. a. in Marburg, Museum Niebüll, MAD Museum New York, Kunst und Design Museum Frankfurt/M., International Glassart Biennial Haacht (Belgien).

Christiane Budig (geb. 1969) »Grenzerfahrung /// Borderline experienceg«, 2018

»Grenzerfahrung /// Borderline experience, 2018, 
5 Glassegmente in Form geschmolzen, z.T. Hinterglasmalerei,
2 Holzbohlen /// Glass segments melted in the form, partly reverse glass painting, 2 wooden planks, 100 x 120 x 100 cm, Besitz der Künstlerin /// The artists property, Halle/Saale

Für Christiane Budigs künstlerisches Schaffen spielt Glas mit seinen ambivalenten Eigenschaften eine besondere Rolle. Auf der einen Seite Härte und Festigkeit auf der anderen Seite jedoch verführerische Zartheit und Fragilität. Als eines der ältesten synthetischen Materialien der Menschheit hat Glas aufgrund seiner Fülle an Erscheinungsformen bis heute in der Kunstwelt und darüber hinaus an Faszination nichts verloren. Das im Gegensatz zu modernen Kunststoffen schwer zu bearbeitende Material stellt die Künstlerin in ihrer Arbeit jedoch immer wieder vor Herausforderungen. Durch Schmelzprozesse, Ätzungen oder die Kombination mit anderen Materialien werden die Grenzen der Bearbeitungsmöglichkeiten ausgelotet. Meist bleibt der prozesshafte, experimentelle Charakter erkennbar und korreliert mit den inhaltlichen Aspekten der Arbeiten. 

Text: Dr. Barbara Röhner

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